Psychosomatik

Die Psychosomatik befasst sich mit dem Einfluss unserer Psyche – also unseren Gedanken und Emotionen – auf körperliche Vorgänge und verfolgt dabei ein ganzheitliches Bild des Menschen und seiner Gesundheit. Die Forschung dazu ist jung und die Ansichten reichen von „Jedes körperliche Problem hat auch eine materielle bzw. physische Ursache.“ bis „Jede Krankheit hat eine seelische Ursache.“. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

Es kann aber kaum bestritten werden, dass das, was wir denken und fühlen einen enormen Einfluss auf unseren Körper hat und ich glaube, dass dies bei jeder Krankheit eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielt.

Vor allem bei chronischen Leiden und Krankheiten, die eben nicht direkt auf aggressive Krankheitserreger oder Gifte zurückzuführen sind, kann es enorm helfen, sich die psychische Verfassung etwas genauer anzusehen. Bei PAP3D können HP-Viren der Auslöser für die Zellveränderung sein, allerdings machen viele Frauen in ihrem Leben eine Infektion durch, ohne je einen auffälligen Befund zu bekommen. Warum entwickeln also nur manche Frauen Dysplasien?

Das kann verschiedene Ursachen haben, wichtig ist vor allem, ob die psychische Betrachtung für Dich Sinn ergibt. Wenn Du denkst, dass Du schon länger einen inneren Konflikt oder ein Problem mit dir herumträgst, den Du noch nicht bearbeiten konntest, ist jetzt die Gelegenheit, genauer hinzusehen und die Nachricht deines Körpers ernst zu nehmen.

Bei mir war es tatsächlich so, dass ich bei meinem ersten auffälligen Befund gradewegs auf dem Weg in ein Burnout war, d.h. enormem Stress über lange Zeit ausgesetzt war. Ich bin fest überzeugt, dass auch die Beschäftigung und Bearbeitung dieses Themas in einer Therapie dazu beigetragen hat, dass ich wieder gesund werden konnte. Ich habe gelernt, warum ich mich so habe stressen lassen, konnte also seelisch ein Stück wachsen und körperlich neue Kraft schöpfen.

Ein weiteres mutmachendes Beispiel aus meiner Krankengeschichte möchte ich auch mit Dir teilen: Ich war jahrelang von wiederkehrenden Blasenentzündungen geplagt. Ich war bei diversen Ärzten, habe eine Blasenspiegelung über mich ergehen lassen. Am Ende hieß es „Das ist halt Ihre Schwachstelle, da kann man nichts machen“. Erst als ich mich mit dem zugrundeliegenden Konflikt beschäftigte, habe ich nie wieder eine Blasenentzündung gehabt. Es ging für mich damals um die Unterdrückung von Emotionen und die Überzeugung, dass ich Gefühle nicht ausdrücken darf. Als ich diesen Glaubenssatz erst einmal erkannt hatte, konnte ich lernen, meine Gefühle auf eine gesunde Art und Weise zu artikulieren und somit hatte mein Körper keinen Anlass mehr, mich auf diesen schwelenden inneren Konflikt aufmerksam zu machen.

Der Grundgedanke dahinter ist, dass jeder emotionale Konflikt, mit dem Du dich nicht bewusst auseinandersetzt, sondern verdrängst, sich irgendwie seinen Weg an die Oberfläche sucht. Wenn Du nicht bewusst damit umgehst, weil du vielleicht Angst hast genau hinzusehen, hat diese verdrängte Energie keine andere Möglichkeit, als sich in Form einer Krankheit physisch zu manifestieren.

Also sei mutig und vor allem ehrlich zu dir selbst! Spüre ungesunde Glaubenssätze auf, frage dich, was dein Körper dir sagen will, nimm ihn ernst.

Was macht es mir dir, wenn du dir vorstellst, dass dein Körper dich nicht einfach ärgern oder im Stich lassen will, sondern im Gegenteil die Krankheit eine Nachricht deines Unterbewusstseins ist und dir einen Weg, eine Entwicklungschance aufzeigen will?

Wenn Dich das Thema interessiert, kann ich dir nur wärmstens die Bücher und Werke von Ruediger Dahlke empfehlen.

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